Brooklyn mit Zitaten

Brooklyn 04

”Und oh! Es hat genug Zeit gegeben, selbst in Brooklyn gibt es genug Zeit, dunkle geheime Zeit, genug dunkle millionengesichtige Zeit, die immer an dir vorbeifliesst wie ein Strom, ja, selbst in den Kellertiefen von Brooklyn gibt`s genug Zeit, aber wenn du versuchst, dem Mann davon zu erzählen, kannst du es nicht, denn: – was bleibt da zu sagen?” THOMAS WOLFE

 

Brooklyn 08

”Ich träumte schon davon, wegzulaufen und ferne, unbekannte Länder zu sehen. Aber ich kam nur bis zur anderen Seite des Flusses, etwa nördlich bis zur zweiten Avenue und der achtundzwanzigsten Strasse.“ HENRY MILLER

 

Brooklyn 09

”Für mich war die ganze Welt in den Grenzen des vierzehnten Bezirks eingeschlossen. Wenn sich etwas ausserhalb desselben ereignete, so war es entweder nicht geschehen oder es war unbedeutend.” HENRY MILLER

 

Brooklyn 05

”Wenn man auf der Strasse geboren ist, so bedeutet das, dass man sein ganzes Leben herumwandert, dass man frei ist. Es bedeutet Unfall und Zufall, Drama, Bewegung. Es bedeutet vor allem Phantasie. Eine Harmonie belangloser Tatsachen, die dem Herumschweifen eine mataphysische Sicherheit gibt.“ HENRY MILLER

 

Brooklyn 10

”Mein Psychanalytiker meint, ich hau hier mit meinen Kindheiserinnerungen auf den Putz – aber, grosser Schwur: Ich bin aufgewachsen unter einer Achterbahn in Coney Island, in Brooklyn…“ WOODY ALLEN

 

Brooklyn 02

”Vier Jahre lang lebte er in Brooklyn. Vier Jahre Brooklyn: ein geologisches Zeitalter, eine Gesteinsschicht aus einförmig grauer Zeit. Jahre der Armut waren es, Jahre der Verzweiflung und der unsagbaren Einsamkeit. THOMAS WOLFE

 

Brooklyn 17

”New York ist Babylon; Brooklyn ist die wirklich heilige Stadt. New York ist die Stadt des Neides, der Hetze und der Büroarbeit; Brooklyn ist das Reich der Häuser und des Glücks… Es gibt keine Hoffnung für New Yorker, weil sie sich in ihren wolkenkratzerhohen Sünden sonnen; in Brooklyn aber gibt es die Weisheit der Bescheidenen.“ CHRISTOPHER MORLEY

 

Brooklyn 19

”Brooklyn: Baumbestandene Strassen. Die Brücke. Kirchen und Friedhöfe überall. Und Süsswarenläden. Ein kleiner Junge hilft einem bärtigen alten Mann über die Strasse und sagt: „Einen schönen Sabbath!“ Der alte Mann lächelt und klopft seine Pfeife auf dem Kopf des Jungen aus. Das Kind läuft weinend nach Hause…” WOODY ALLEN

 

Brooklyn 18

”Während man durch die sonnenlosen Tunnel schaukelt, hat man das Gefühl, auf`s offene Meer hinauszufahren; der Zug, der unter unwahrscheinlichem Land dahinsaust, scheint für Nebel und Sprühregen bestimmt, und einzig das Aufblinken bekannter Stationen enthüllt unsere Identität.“ TRUMAN CAPOTE

 

Brooklyn 03

”Plötzlich fällt dir ein, wie das tragische Abendlicht auf den grossen, rostigen Erdendschungel fällt, der Brooklyn heisst, und auf all die Menschengesichter mit toten Augen und talggrauem Fleisch, und wie selbst in Brooklyn die Leute an der Schwelle des Abends lehnen in diesem traurig gedämpften Licht. THOMAS WOLFE

 

Brooklyn 20

”Es ist heutzutage nicht ganz respektabel, eine Brooklyner Adresse zu haben. Zweifellos eine besondere Ironie, denn in dieser unglücklichen Gegend wacht der Durchschnittsmensch, da er sich unmittelbar am Rande des Ausgestossenseins befindet, mit morbider Intensität über die Durchschnittlichkeit; er macht in der Tat aus der Ehrbarkeit eine Religion.“ TRUMAN CAPOTE

 

Brooklyn 11

”Vielleicht hat er mittlerweile rausgefunden, dass er sicher nicht lange genug leben wird, um ganz Brooklyn zu kennen. Um Brooklyn durch und durch zu kennen, braucht man ein ganzes Leben. Und selbst dann kennt man noch nicht alles.” THOMAS WOLFE

 

Brooklyn 07

”Es ist eine Eigenart der amerikanischen Seele, aus der sich in hohem Maße das Merkwürdig-Rätselhafte unseres Lebens erklärt, das so unglaubliche Gegensätze in sich vereint: Brutalität und Zärtlichkeit, Unschuld und Verbrechen, Einsamkeit und Kameradschaft, Verlassenheit und jubelnde Hoffnung, Angst und Tapferkeit, namenlose Furcht und feste, innere Zuversicht, brutale, leere, nackte, unverhüllte, zersetzende Hässlichkeit und eine so bezaubernde und überwältigende Schönheit, dass man keine Worte dafür findet.” THOMAS WOLFE

 

Brooklyn 14

”Ich bin Lokalpatriot – mein Vaterland ist der vierzehnte Bezirk, wo ich aufwuchs. Der Rest der Vereinigten Staaten existiert nicht für mich, ausser als Idee oder Literatur. Mit zehn Jahren wurde ich meinem heimatlichen Boden entrissen und kam auf einen Friedhof, einen lutheranischen Friedhof, auf dem die Grabsteine immer in Ordnung waren und die Kränze nie verwelkten.” HENRY MILLER

 

Brooklyn 15

”Was man gewöhnlich „Abenteuer“ nennt, kommt gar nicht an die besonderen Aufregungen heran, die eine Strasse mit sich bringt. Es ist gleichgültig, ob man zum Pol fliegt, ob man mit einem Kissen in der Hand auf dem Grunde des Ozeans sitzt, ob man neun Städte eine nach der anderen entwurzelt oder ob man wie Kurtz den Fluss hinauffährt und verrückt wird.“ HENRY MILLER

 

Brooklyn 16

”… was Brooklyn anlangt, so werden die Archäologen einer kommenden Zivilisation ebensowenig wie die Taxifahrer der unseren jemals das Geheimnis seiner Strassen enträtseln, ihre Bestimmung, ihren Sinn.” TRUMAN CAPOTE

 

Brooklyn 21

”…aber Brooklyn ist ebensosehr auch traurig brutal provinziell einsam menschlich ruhig lümmelhaft rauh verloren leidenschaftlich subtil bitter unreif unschuldig pervers zart geheimnisvoll, die Stadt, die Crane und Whitman Gedichte schenkte, ein mythisches Reich, an dessen Küste die Wasser von Coney Island in schwacher Wehklage plätschern.“ TRUMAN CAPOTE

 

Brooklyn 01

”Plötzlich auf der Strasse, mag es wirklich oder mag es ein Traum sein, kommt einem zum erstenmal zu Bewusstsein, dass die Jahre vorübergeflossen sind, dass dies alles vorbei ist und nur noch in der Erinnerung nach innen mit einem sonderbaren, herzumkrampfenden Glanz, und nachdenklich und träumerisch geht man diese Szenen immer wieder durch, während man die Strasse entlang geht, während man bei einer Frau liegt, während man mit einem Fremden spricht…“ HENRY MILLER

 

Brooklyn 12

”Das Nordlicht ist in vollem Schwung, und der Himmel ist nur eben ein ungemein antiseptisches, mit Petersilie und Kümmel bestreutes Omlett. Es war ein schöner Tag für alle, Gott eingeschlossen. Kein Anzeichen von Regen, keine Andeutung von Blut oder Pestilenz. Das Wetter wie der Himmel werden ad infinitum so bleiben. Unter dem Flussbett arbeiten ein paar tausend armselige Menschen mit Nietmaschinen geduldig an der Zugrunderichtung ihrer Lungen. Sonst ist es sehr grossartig.“ HENRY MILLER

 

Brooklyn 06

”Auf der Strasse lernt man, was die Menschen wirklich sind; unter anderen Umständen oder später erfindet man sie. Was nicht auf der offenen Strasse ist, ist falsch, abgeleitet, das heisst Literatur.” HENRY MILLER

 

Brooklyn 13

”Ein Fenster wurde zugemacht, und dann war es still. Abend war es, und es waren ferne laute und zerschelltes Geschrei in Brooklyn, in Brooklyn, in der formlosen, rostigen, unermesslichen Wildnis des Lebens.” THOMAS WOLFE

 

© SW-Fotografie: Gerhard P. Müller / Handkoloration: Heinz Wohner


 

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